12 Antworten auf „Buchtipps“

  1. Zur Abwechslung wieder mal ein Krimi:
    Alibi für einen König/Josephine Tey
    Das ist meine nächste Lektüre.

    Aus dem Klappentext:
    Schon Shakespeare wusste: Richard lll. war ein Schurke. Alan Grant von Scotland Yard ist da allerdings ganz anderer Meinung.

    Das Buch steht auf Platz 1 auf der Liste der 100 besten Kriminalromane der Britischen Crime Writers ´ Association.

    Bin gespannt.

  2. Ich habe am Wochenende das Blutbuch von Kim de lˋHorizon fertig gelesen und gestern den Literaturklub auf SRF gesehen, in dem das Buch besprochen wurde. Alles was mir wichtig ist, haben die Kritiker in der Runde angemerkt, darum verzichte ich auf meinen Versuch, für euch eine Zusammenfassung zu schreiben. Schaut euch die Sendung an. Ich empfehle euch dieses Buch von Herzen. Es ist vieles auf einmal, verwoben zu einer Geschichte, die mutig ist, ehrlich, ungestüm und trotzdem sorgfältig, poetisch und anrührend. Ich wünsche dem Buch viele Leser*innen. Und ja, ich stimme Milo Rau zu, der meinte: Es ist ein Wunder.

  3. Aus der Vorfreude auf Hund Wolf Schakal ist nun eine noch immer anhaltende Freude über das Buch geworden. Der Autor erzählt von einer Welt, die ich aus den Medien zwar „kenne“, Ereignisse, Zahlen und Fakten entwickeln jedoch nicht die Wirkung, die Literatur hat. Die Geschichte von Saam, der mit seinem Bruder und seinem Vater in den späten 80ern aus dem Iran flieht und in Berlin Neukölln mehr zufällig als gewollt aufschlägt, wirkt. In einer Sprache, die mich begeistert, erzählt der Autor eine Geschichte von Verlust und Entwurzelung, Hoffnung und Enttäuschung. Ich finde das Buch grossartig und kann es nur empfehlen.

    Im Moment lese ich Blutbuch/ Kim de l‘Horizon. Das Buch hat den Deutschen Buchpreis gewonnen. Auch hier……Lesen öffnet Welten.

  4. Bei unserem letzten Lesesalon habe ich uns alle dazu angeregt, an dieser Stelle von den Büchern zu erzählen, die wir gerne gelesen haben.
    Hier, kurz und knapp meine aktuellen Empfehlungen:

    Das Land der anderen/ Leila Slimani
    Schaut, wie wir tanzen/Leila Slimani

    Es ist die Familiengeschichte von Leila Slimani, auf den Spuren ihrer Grosseltern, ihrer Eltern – und der Sehnsucht einer ganzen Generation nach einem unabhängigen Leben. Wie viel Aufbruch ist möglich? Wie frei und unabhängig dürfen Frauen sein? Eine Geschichte über eine Welt im Umbruch.
    All das geschrieben in glasklaren Sätzen, die bis zur letzten Seite überzeugen. Ich freue mich schon auf den letzten Teil der Trilogie.

    Quality Time/ Miika Nousiainen

    Federleicht und temperamentvoll, ist dieses Buch mehr als ein Feel-Good-Roman. Es ist eine Abrechnung mit dem, was von der jungen Generation erwartet wird, schwungvoll und mit Witz erzählt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und hatte beim Lesen auf den gut 300 Seiten durchgehend gute Laune….und – ich bin froh, dass die Herausforderungen, mit denen die Protagonisten zu kämpfen haben, längst hinter mir liegen.

    Eine Frage der Chemie/ Bonnie Carmus

    Ganz zufällig ist dieses Buch doch noch bei mir gelandet. Die Stimmen der Begeisterung zu diesem Buch waren ja unüberhörbar…..was ich nach zwei Dritteln der Geschichte immer weniger verstehe. Natürlich ist es unterhaltsam und das Thema, Chancengleichheit für Männer und Frauen ist auch heute noch aktuell, dennoch überzeugt es mich gar nicht.

    Und als nächstes freue ich mich auf:

    Hund Wolf Schakal/ Behzad Karim Khani

    ….aus dem Klappentext….
    der Autor beschreibt eine Welt der Kleindealer, Messerstecher und Revolutionäre – und sucht dabei ihre Zärtlichkeit.
    (Im Tagi war am Samstag eine Kritik von Nora Zucker zu lesen)

    Lesen öffnet Welten.

  5. Ich bin diese Tage mehrfach über das neuste Buch von Ian McEvan gestolpert, in einem Interview in der Beilage der NZZ am Sonntag und nun auch die Kritik von Martín Ebel im Tagi. Ich freue mich auf das Buch und werde es mir aufsparen bis zum nächsten Lesesalon. Vielleicht wird das ja unsere nächste gemeinsame Lektüre. Wenn nicht, werde ich es mir als Lektüre über die Weihnachtstage gönnen.
    Das Buch heisst „Lektionen“ und erzählt 60 Jahre Weltgeschichte von der Suezkrise bis in den dritten Lockdown entlang des Lebens von Roland Baines, dem Protagonisten.
    Im Interview meint der Autor …… Die meisten Probleme sind ungelöst. Man ringt damit ein Leben lang. Oder die Probleme verschwinden langsam – und werden durch neue Probleme ersetzt…..
    Das gesamte Interview ist sehr lesenswert, ich weiss allerdings nicht, wie ich euch das digital übermitteln könnte.

  6. Alexander Gorkow / Die Kinder hören Pink Floyd

    Klappentext:
    Schau in die Welt, Junge, nicht in den Himmel!
    Die 70er-Jahre. Eine Vorstadt. Das Westdeutschland der letzten Baulücken, der verstockten Altnazis, der gepflegten Gärten. Die Kriegsgräuel sind beiseitegeschoben, zum Essen geht es in den Balkan Grill, die Einbauküche daheim überzeugt durch optimale Raumnutzung. Für den 10-jährigen Jungen aber ist es eine Welt der Magie, der geheimen Kräfte, des Kampfs des Bösen gegen das Gute. Der Leitstern des Jungen in diesem Kampf ist die große Schwester – das Kind Nr. 1 der Familie. Sie ist herzkrank und sehr lebenshungrig. Mit trockenem Humor und großer Aufsässigkeit stemmt sie sich gegen alle Bedrohungen, nicht zuletzt mithilfe der vergötterten Band Pink Floyd aus dem fernen London, den Kämpfern gegen das Establishment, deren Songs alles zum Glänzen bringen.

    Du kannst Pink Floyd dazu hören, musst aber nicht.
    Und, soviel sei verraten: Kind Nr. 1 erlebt das Ende des Buches nicht, der Junge aber schon, er ist der Erzähler.

  7. Ralf Rothmanns Hotel der Schlaflosen beinhaltet elf schaurig schöne Erzählungen, die mich alle begeistert haben, obwohl ich eher eine Leserin von langen Geschichten bin.
    Sprachlich überzeugend werden die Erzählungen zusammengehalten vom Satz von John Cale „ Fear is a man‘s best friend“.

  8. Ich habe zwar erst etwa 100 Seiten gelesen von Tea Obreht’s, HERZLAND. Es spielt Ende des. 19 Jahrhunderts im tiefen Westen Amerikas. (In der Hitze Arizonas). Es sind zwei Erzählstränge, die sich bis jetzt aber noch nicht wirklich miteinander verbunden haben:

    Im einen wird die Geschichte einer Frau, Nora, Mutter von drei Söhnen, erzählt. Ihr Mann, seit Tagen auf der Suche nach Wasser taucht einfach nicht mehr auf. Nora ist allein mit den Kindern und dem „Geist“ ihrer kleinen Tochter, die offenbar das unerhört harte Leben an diesem „Unort“ nicht überlebt hat. Nora wartet und erinnert sich an die Anfänge, an etliche Versuche in dieser neuen, unwirtlichen Welt einen sicheren Ort für sich und ihre Familie zu finden. Sie erzählt vom Scheitern und den Mühen auch mit anderen Siedlern zu einer Gemeinschaft zu werden.

    Der zweite Strang erzählt von einem Waisenjungen, der mit seinem Vater aus dem osmanischen Reich gekommen ist, und sich als Kleinkrimineller und irgendwann wohl als Outlaw durchschlagen muss.

    Ich bin zwar überhaupt kein Westernfan, aber die Geschichte hat ihren Reiz, grad auch zu Zeiten, wo wir doch aus aktuellem Anlass viel über Amerika nachdenken.
    Die Sprache gefällt mir…..ich bin gespannt und fasziniert von dieser jungen Autorin, die in Belgrad geboren ist und erst im Alter von 12 Jahren nach Amerika umgesiedelt ist. Toll, was sie sich da für eine Geschichte ausgedacht hat.

    Die Erzählungen von Ralf Rothmann, Shakespeares Hühner, haben mir sehr gut gefallen, sein neustes Buch, Hotel der Schlaflosen, ebenfalls ein Erzählband, liegt bereit, habe ich aber noch nicht gelesen.

  9. Colum McCann / Apeirogon

    Rami Elhanan und Bassam Aramin sind zwei Männer. Rami braucht fünfzehn Minuten für die Fahrt auf die West Bank. Bassam braucht für dieselbe Strecke anderthalb Stunden. Ramis Nummernschild ist gelb, Bassams grün.

    1001 Kapitel über Besetzer und Besetzte.

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