14 Antworten auf „Buchtipps“

  1. Colum McCann / Apeirogon

    Rami Elhanan und Bassam Aramin sind zwei Männer. Rami braucht fünfzehn Minuten für die Fahrt auf die West Bank. Bassam braucht für dieselbe Strecke anderthalb Stunden. Ramis Nummernschild ist gelb, Bassams grün.

    1001 Kapitel über Besetzer und Besetzte.

  2. Ich habe zwar erst etwa 100 Seiten gelesen von Tea Obreht’s, HERZLAND. Es spielt Ende des. 19 Jahrhunderts im tiefen Westen Amerikas. (In der Hitze Arizonas). Es sind zwei Erzählstränge, die sich bis jetzt aber noch nicht wirklich miteinander verbunden haben:

    Im einen wird die Geschichte einer Frau, Nora, Mutter von drei Söhnen, erzählt. Ihr Mann, seit Tagen auf der Suche nach Wasser taucht einfach nicht mehr auf. Nora ist allein mit den Kindern und dem „Geist“ ihrer kleinen Tochter, die offenbar das unerhört harte Leben an diesem „Unort“ nicht überlebt hat. Nora wartet und erinnert sich an die Anfänge, an etliche Versuche in dieser neuen, unwirtlichen Welt einen sicheren Ort für sich und ihre Familie zu finden. Sie erzählt vom Scheitern und den Mühen auch mit anderen Siedlern zu einer Gemeinschaft zu werden.

    Der zweite Strang erzählt von einem Waisenjungen, der mit seinem Vater aus dem osmanischen Reich gekommen ist, und sich als Kleinkrimineller und irgendwann wohl als Outlaw durchschlagen muss.

    Ich bin zwar überhaupt kein Westernfan, aber die Geschichte hat ihren Reiz, grad auch zu Zeiten, wo wir doch aus aktuellem Anlass viel über Amerika nachdenken.
    Die Sprache gefällt mir…..ich bin gespannt und fasziniert von dieser jungen Autorin, die in Belgrad geboren ist und erst im Alter von 12 Jahren nach Amerika umgesiedelt ist. Toll, was sie sich da für eine Geschichte ausgedacht hat.

    Die Erzählungen von Ralf Rothmann, Shakespeares Hühner, haben mir sehr gut gefallen, sein neustes Buch, Hotel der Schlaflosen, ebenfalls ein Erzählband, liegt bereit, habe ich aber noch nicht gelesen.

  3. Ralf Rothmanns Hotel der Schlaflosen beinhaltet elf schaurig schöne Erzählungen, die mich alle begeistert haben, obwohl ich eher eine Leserin von langen Geschichten bin.
    Sprachlich überzeugend werden die Erzählungen zusammengehalten vom Satz von John Cale „ Fear is a man‘s best friend“.

    1. Annie Ernaux beschreibt sich als Ethnologin ihrer selbst. In “Der Platz“ beschreibt sie mit ihrer messerscharfen Sprache ihre Erinnerung an ihren Vater

  4. Ralf Rothmann – Hotel der Schlaflosen
    Erzählungen, erschienen bei Suhrkamp
    Elf Geschichten, die von der Angst erzählen, die manches Mal auch als Hoffnung erscheint, dem Leben mehr abzugewinnen, als diese Zustände der Angst.
    Rothmanns Motto lautet:
    Fear is a man‘s best friend.
    Sehr lesenswert!

  5. Monika Helfer – Die Bagage
    Sarah hat es leider schon gelesen….. würde ich sehr gerne lesen mit euch.
    Die Fortsetzung ist auch bereits erschienen…… mit dem Titel: Vati
    Erschienen bei Hanser

  6. „Nach Hause schwimmen“ von Rolf Lappert, erschienen 2008 bei Hanser.
    Ich lese es gerade zum zweiten Mal. Die Geschichte ist irgendwie zeitlos und auch nach 12 Jahren berührend…..für mich ein grosses Leseglück.

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